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Personaleinsatzplanung

Dienstplan für ein Pflegeheim: ein Monat, drei Wohnbereiche

Wer arbeitet in diesem Monat welchen Dienst in welchem Wohnbereich, damit jede Schicht genug Personal und genug Fachkräfte hat, Arbeitszeitgesetz und Verträge eingehalten werden und Wünsche und Wochenenden fair verteilt sind? Und was ändert sich, wenn sich eine Fachkraft krank meldet?

Ergebnis im Beispiel, verglichen mit „Rahmendienstplan · von Hand ergänzt“: offene Dienste 0 statt 3, Ruhezeiten unter 11 h 0 statt 3, mehr als 2 von 4 Wochenenden im Dienst 14 statt 26.

Stationäre PflegeWohnen mit PflegeStationen im KrankenhausEinrichtungen der Eingliederungshilfe

Ziehen zum Drehen, Scrollen oder Zwei-Finger-Geste zum Zoomen. Der Plan darunter läuft mit; Balken zeigen Details beim Überfahren.

Die Planungsfrage

Ein fiktives Pflegeheim mit 90 Bewohnerinnen und Bewohnern in drei Wohnbereichen, einer davon für Menschen mit Demenz. Pflegefachkräfte, Pflegehilfskräfte mit und ohne Ausbildung, Betreuungskräfte und eine Dauernachtwache, in Voll- und Teilzeit, jede und jeder mit Arbeitszeitkonto. Der Monat beginnt beim Rahmendienstplan des Hauses und passt ihn an Urlaub, Fortbildung und Wünsche an. An einem Donnerstagmorgen meldet sich eine Fachkraft für zwei Tage krank, und die nächsten Tage werden vom aktuellen Stand aus neu geplant.

So planen wir

Ein Modell des ganzen Monats wägt Arbeitsrecht, Qualifikationsmix, Verträge und Wünsche gemeinsam ab. Verglichen wird mit dem Rahmendienstplan, in den Monat gelegt und Tag für Tag von Hand ergänzt, und mit der Telefonliste nach der Krankmeldung. Der Vergleich ist ein guter Handplan: Er hält Ruhezeiten und das Wunschbuch ein, plant aber Tag für Tag ohne Vorausschau. Der Plan erfüllt mehr Wünsche und braucht weniger Überstunden. Vom Rahmendienstplan weicht er nur ab, wenn das mehr bringt als es kostet, denn jede Abweichung zählt im Modell als Nachteil: damit kein Dienst offen bleibt und keine Ruhezeit verletzt wird, für erfüllte Wünsche, Stunden nah am Vertrag und gerechter verteilte Wochenenden. Nach der Krankmeldung ändert er einen Dienst mehr als die Telefonliste, weil er zuerst Teilzeitkräfte fragt.

Was der Plan zeigt

KennzahlOptimierter PlanVergleich: Rahmendienstplan · von Hand ergänzt
Schichten unter der Fachkraftquote0 −11
offene Dienste0 −33
Stunden über Vertrag232,6 h −85,2317,8 h
erfüllte Wünsche90,7 % +14,875,9 %
mehr als 2 von 4 Wochenenden im Dienst14 −1226
Ruhezeiten unter 11 h0 −33
Änderungen nach der Krankmeldung3 +12
Dienste abweichend vom Rahmendienstplan242 +86156

Entscheidungen

  • wer jeden Dienst des Monats übernimmt: Früh, Spät, Zwischen, Nacht und Betreuung, je Wohnbereich
  • nach einer Krankmeldung: wer einspringt, mit möglichst wenigen Änderungen

Randbedingungen

  • mindestens die Hälfte des Pflegepersonals einer Schicht sind Fachkräfte, nachts eine Fachkraft im Haus (Hausregel nach den üblichen Landesvorgaben)
  • 11 h Ruhezeit, höchstens 6 Tage am Stück, 48 h pro Woche
  • Urlaub, Fortbildung, feste und genehmigte freie Tage; Teilzeitverträge und die Grenze des Arbeitszeitkontos
  • Nachtdienstblöcke mit zwei freien Tagen danach

Ziel

keine offenen Dienste und keine Schicht unter der Fachkraftquote, Stunden nah am Vertrag, wenig Überstunden, erfüllte Wünsche, jedes zweite Wochenende frei und fair verteilte Wochenenden, vertraute Gesichter im eigenen Wohnbereich, nah am Rahmendienstplan, wenige Änderungen nach einer Krankmeldung

Fragen

Ersetzt das den Rahmendienstplan?

Nein, es arbeitet auf zwei Ebenen. Strategisch kann dasselbe Modell den Rahmendienstplan selbst erstellen: eine faire Folge von Früh-, Spät- und Nachtdiensten, die in einer Regelwoche Fachkraftquote, Arbeitszeitgesetz und Verträge erfüllt. Operativ übernimmt es alles, was eine Abweichung verlangt, etwa Urlaub, Fortbildung, Wünsche und Krankmeldungen, mit dem Ziel, möglichst wenig vom Rahmendienstplan abzuweichen. Jede Abweichung ist sichtbar.

Was passiert bei einer Krankmeldung?

Die bereits gearbeiteten Tage bleiben, die nächsten Tage werden neu geplant. Zuerst werden Teilzeitkräfte mit offenen Stunden gefragt, und Ruhezeiten werden nie verletzt.

Welche Regeln gelten?

Die Personalvorgaben legt jedes Land selbst fest. Das Modell nutzt die übliche Fachkraftquote von 50 % je Schicht, eine Fachkraft in der Nacht und das Arbeitszeitgesetz; die Werte lassen sich je Haus anpassen.

Der erste Schritt

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