Drohnenstreifen über einem Solarpark, geplant mit Docks und Ladefenstern
Wie viele Drohnen und Docks braucht der Park, und welche Drohne fliegt welchen Sektor wann, damit jeder Sektor innerhalb seiner Frist gesehen wird, auch bei Übergaben, ohne dass zwei Drohnen dasselbe Dock brauchen?
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Ziehen dreht, Ziehen mit rechter Maustaste oder mit Umschalttaste verschiebt die Karte, Scrollen oder Zwei-Finger-Geste zoomt. Ein Sektor wird von grün über gelb zu rot, wenn seine Frist näher rückt und überschritten ist; das orange Feld unter einer Drohne ist der Bildausschnitt ihrer Kamera. Sektoren, Docks, Drohnen und Balken zeigen Details beim Überfahren; über der Karte wechseln Sie zwischen den Plänen.
Die Planungsfrage
Ein fiktiver Freiflächen-Solarpark von etwa 100 ha mit 4 km Außenzaun, einem Tor, einem Umspannwerk und 16 Wechselrichterstationen wird von 17:00 bis 07:00 von Drohnen mit Wärmebildkameras bewacht. Die Drohnen sind in Docks auf dem Gelände stationiert: Ein Dock ist eine wetterfeste Box, die sich öffnet, ihre Drohne starten lässt, sie wieder aufnimmt und lädt. Eine Drohne fliegt mit einer Ladung etwa 34 Minuten, hält 20 % Reserve und braucht etwa 30 Minuten zum Laden. Der Park ist in zwölf Streifensektoren geteilt: vier Zaunabschnitte, das Tor mit dem Umspannwerk, die Runde der Wechselrichterstationen und sechs Blöcke Modulreihen. Jeder Sektor hat eine Frist bis zum nächsten Überflug: der Zaun alle 30 Minuten, Tor und Umspannwerk alle 20, die Wechselrichterstationen alle 60, die inneren Reihen alle 120. Die Nacht bringt um 22:40 einen Zaunalarm, eine um 00:20 gemeldete Böenfront, die die Flugzeit um 30 % kürzt und alle Flüge für 15 Minuten stoppt, um 03:10 einen Ladefehler in einem Dock und um 04:35 einen Starkregenschauer.
So planen wir
Die Planung hat zwei Ebenen. Die strategische Ebene vergleicht Flotten in einer windigen Nacht, deren Wetter vorher bekannt ist: 2, 3, 4 und 5 Docks, die laden, und 2 oder 3 Docks, die den Akku wechseln, je eine Drohne pro Dock. Die Dockstandorte kommen aus einer einfachen Regel, die sie nahe an die Sektoren mit dem meisten Flugbedarf legt. Die operative Ebene plant die Nacht selbst: Jeder Streifenflug bekommt eine Drohne und einen Start, und der Plan verfolgt dann jede Drohne durch die Nacht. Eine Drohne startet so spät wie möglich für ihren nächsten Überflug, fliegt weiter zum nächsten Sektor, wenn der Akku reicht, oder kehrt zum nächsten freien Dock zurück und lädt dort, bis der Akku den nächsten Überflug und den Rückweg trägt. Eine zurückkehrende Drohne bucht ihr Dock, so brauchen nie zwei Drohnen dasselbe.
Die Nacht wird um 17:00 aus der Vorhersage geplant und beim Alarm, bei der Meldung der Böenfront und beim Dockausfall aus dem aktuellen Stand neu geplant. Begonnene Überflüge bleiben; einen Überflug der nächsten Stunde an eine andere Drohne zu geben kostet etwas, damit der Fernpilot einen ruhigen Plan sieht. Eine weiche Regel belohnt Startzeiten, die sich von den letzten drei Nächten unterscheiden. Sie ist eine einfache Strafe gegen wiederholte Muster und keine spieltheoretische Zufallsstrategie für die Streifen.
Verglichen wird mit einer verbreiteten Arbeitsweise, gerechnet durch dieselbe Nacht: zwei feste Drohnenteams (West und Ost), jedes Team fliegt seine Sektoren in fester Reihenfolge, und die Drohnen eines Teams wechseln sich in Blöcken von 30 Minuten ab. Beim Alarm fliegen die zwei nächsten Drohnen hin, und ihre eigenen Sektoren warten. Mit vier Docks hält der Plan Zaun, Tor und Umspannwerk deutlich besser ein (223 statt 723 Minuten über den Fristen). Den Alarm beantwortet er nicht schneller: Die erste Drohne ist nach 2,0 Minuten vor Ort, im Vergleich nach 1,7, weil dort die nächste Drohne gerade in der Nähe fliegt. Die zweite Drohne kommt nach 12,7 statt 19,8 Minuten. Die Prioritätssektoren bezahlt der Plan mit den inneren Reihen, die länger ungesehen bleiben (766 statt 436 Minuten über ihrer Frist). Vier Docks reichen für eine windige Nacht ohne Lücken nicht: In der strategischen Nacht halten nur fünf ladende Docks oder drei Wechseldocks jeden Prioritätssektor in seiner Frist. Park, Flotte, Wetter und Ereignisse sind Annahmen.
Was der Plan zeigt
| Kennzahl | Optimierter Plan | Vergleich: Feste Teams und Rotation | Vergleich: Optimiert, 3 Docks |
|---|---|---|---|
| Prioritätssektoren überfällig | 223 min −500 | 723 min | 941 min |
| längste Zeit ungesehen (Priorität) | 65 min −16 | 81 min | 187 min |
| Alarm: erste Drohne vor Ort | 2 min +0,3 | 1,7 min | 30,6 min |
| innere Reihen überfällig | 766 min +330 | 436 min | 820 min |
Entscheidungen
- Flottengröße und Dockstandorte: 2 bis 5 Docks, die laden, oder 2 bis 3 Docks, die den Akku wechseln
- die Drohne und der Start jedes Streifenflugs über einem Sektor
- Ladefenster: wann eine Drohne zurückkehrt, zu welchem freien Dock und wie lange sie lädt
- welche zwei Drohnen den Alarm übernehmen und wer ihre Sektoren weiterfliegt
Randbedingungen
- Fristen je Sektor: Zaun 30 min, Tor und Umspannwerk 20 min, Wechselrichterstationen 60 min, innere Reihen 120 min
- Akku: etwa 34 min Flug mit 20 % Reserve, etwa 30 min Laden; 30 % weniger Flugzeit in der Böenfront
- eine Drohne je Dock; ein Dock mit Ladefehler öffnet, lädt aber nicht
- kein Flug bei Böen über 12 m/s oder Starkregen
- der Bildausschnitt der Kamera aus 60 m (Zaun) oder 90 m (Reihen) bestimmt die Streifenwege und ihre Dauer
Ziel
keine Lücken an Zaun, Tor und Umspannwerk, eine schnelle Antwort auf einen Alarm und immer eine bereite Drohne im Dock; dann die Wechselrichterstationen, die inneren Reihen und wenige Flugminuten; Startzeiten, die sich von den letzten Nächten unterscheiden
Fragen
Warum nicht einfach mehr Drohnen fliegen?
Eine Drohne je Dock: Jede weitere Drohne braucht ein eigenes Dock mit Stromanschluss, Fundament und Wartung. Der Flottenvergleich zeigt, wo sich mehr Docks lohnen. In der windigen Nacht lassen vier ladende Docks 119 Minuten Lücken an den Prioritätssektoren, fünf ladende Docks oder drei Wechseldocks keine.
Welche Regeln gelten für Drohnen aus einem Dock?
Nach den europäischen Drohnenregeln sind automatisierte Flüge aus einem Dock ohne Pilot vor Ort Flüge außerhalb der Sichtweite und brauchen eine Betriebsgenehmigung in der speziellen Kategorie. In Deutschland braucht ein Flug über Anlagen der Energieerzeugung und Energieverteilung und im Abstand von 100 m die Zustimmung ihres Betreibers; der Parkbetreiber kann sie für sein Gelände geben.
Macht das Variieren der Startzeiten die Streife unvorhersehbar?
Es macht sie schwerer aus wenigen Nächten Beobachtung abzulesen. Es ist eine einfache Strafe gegen die Startzeiten der letzten Nächte und kein Sicherheitsspiel, das eine Zufallsstrategie gegen einen beobachtenden Eindringling berechnet.
Woher kommen die Zahlen?
Flugzeit, Ladezeit, Wechselzeit, Windgrenzen und Bildausschnitt liegen im Bereich industrieller Dockdrohnen mit Wärmebildkamera. Park, Sektoren, Fristen, Wetter und Ereignisse sind Annahmen für dieses Beispiel.
Weitere Anwendungsfälle
Energieoptimierte Produktion Gießerei
Induktionsöfen, Wärmebehandlung, E-Lkw, PV und Batterie gemeinsam geplant, gegen Day-Ahead-Preise und die 15-Minuten-Spitze.
E-Bus-Depot Laden über Nacht
24 E-Busse, 10 Ladepunkte und 900 kW Netzanschluss. Jeder Bus ist morgens für seinen Umlauf bereit, geladen zu Nachtpreisen.
E-Lkw-Ladehub Autobahn
Fernverkehrs-Lkw laden in der 45-Minuten-Lenkpause, Verteiler-Lkw laden zwischen den Touren nach. Megawatt- und CCS-Plätze teilen sich einen begrenzten Netzanschluss.
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