Energieoptimierte Produktionsplanung in einer Gießerei

Wann schmilzt welcher Ofen, wann laufen Wärmebehandlung und E-Lkw-Laden, und wie fährt die Batterie – damit Spitze und Stromrechnung sinken?

GießereienMetallindustrieEnergieintensive Produktion

Ziehen zum Drehen, Scrollen oder Zwei-Finger-Geste zum Zoomen. Der Plan darunter läuft mit; Balken zeigen Details beim Überfahren. Plan berechnet mit einem Timefold-Modell.

Die Planungsfrage

Eine Eisengießerei über eine Woche in 15-Minuten-Schritten: zwei Induktionsöfen mit je 2,4 MW versorgen eine Formanlage, die alle 90 Minuten abgießt, ein Wärmebehandlungsofen läuft mannlos, sechs E-Lkw laden über Nacht, 1,5 MWp PV auf dem Dach und eine Batterie mit 2 MWh. Strom wird zu Day-Ahead-Preisen eingekauft, und die höchste 15-Minuten-Spitze bestimmt den Leistungspreis für das ganze Jahr.

So planen wir

Timefold plant Produktion, flexible Verbraucher und Batterie in einem Modell: eine Schmelze 15 Minuten früher oder eine Wärmebehandlung in der Nacht spart oft mehr als die Batterie allein.

Was der Plan zeigt

KennzahlOptimierter PlanVergleich: heute, ohne Batterie
Netzspitze4.900 kW −1.7536.653 kW
Energiekosten2.816 k€ −3743.190 k€
Energie2.081 k€ −1112.192 k€
Leistungspreis735 k€ −263998 k€

Entscheidungen

  • Ofen und Start jeder Schmelze vor ihrem Abguss
  • Start jeder Wärmebehandlungscharge im Zeitfenster
  • Ladepunkt und Start jedes E-Lkw
  • Batterie-Einstellungen: Spitzenziel und Preisgrenze fürs Laden

Randbedingungen

  • Abgusszeiten der Formanlage sind fest; Großgüsse brauchen beide Öfen
  • flüssiges Metall höchstens 2 Stunden warmhalten
  • Schmelzen nur, wenn die Schmelzerei besetzt ist
  • Netzbezug unter 8 MW
  • Lkw abends zurück, um 05:00 wieder los

Ziel

niedrige Energiekosten und eine niedrige 15-Minuten-Spitze, ohne den Gießrhythmus anzutasten

Fragen

Wird die Produktion langsamer?

Nein. Abgusszeiten und Schichten bleiben fest; das Modell nutzt nur vorhandene Spielräume – etwas früher schmelzen, Wärmebehandlung nachts, Lkw nach der Abendspitze.

Woher kommen Preise und Lasten?

Day-Ahead-Preise von der Börse oder dem Versorger, Lastgänge vom Zählpunkt und den Anlagen; PV aus einer Prognose.

Weitere Anwendungsfälle

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